Die Zyklen der Natur

 

Kreisläufe sind ein vollkommener Bestandteil der Natur.

 

Es liegt in der Natur der Natur, daß Phasen primär zyklisch, und weniger linear verlaufen.

 

Die Jahreszeiten reflektieren diesen kreativen Kreislauf auf anschauliche Art und Weise:

 

in der Kälte und Dunkelheit des Winters liegt bereits das Samenkorn tief in der Erde bereit, das im Frühjahr beginnt sein volles Potential zu entfalten, im Sommer in voller Lebenskraft erblüht, im Herbst beginnt sich zurück zu ziehen und seine Kräfte zu sammeln, um im Winter zu ruhen und sich zurück zu ziehen, bevor im Frühjahr der neue Kreislauf beginnt.

 

Das Ende der einen Jahreszeit markiert fortlaufend den Neubeginn der kommenden, so wie das Ende des Tages den Beginn der Nacht kennzeichnet.

 

Im Zyklus eines Apfelbaums steht die Blüte im Frühjahr und wächst im Sommer zur Frucht, dem Apfel. Dessen Kerne wiederum dienen als Saat für einen neuen Baum.

 

Der Mond durchläuft ebenfalls in Beziehung zu Erde und Sonne jeden Monat seine Phasen: vom Neumond, zum zunehmenden-, zum vollen-, zum abnehmenden- und wieder zum Neumond.

 

Auch im Vorgang des Atmens und im Rhythmus des weiblichen Körpers finden wir Zyklen. Die Amerikanerin M. Correia hat den Kreislauf des Atems, des Mondes, der Jahreszeiten und der Menstruation in Bezug zueinander gesetzt:

 

Das Einatmen ist wie der wachsende, zunehmende Mond und entspricht der Jahreszeit Frühling, sowie der Phase vor dem Eisprung im weiblichen Menstruationszyklus.

 

Wenn wir den Atem für einen kurzen Moment nach einem vollen Atemzug einhalten befinden wir uns in der Phase des Vollmondes - der Jahreszeit Sommer und dem Eisprung.

 

Im Ausatmen befinden wir uns im Herbst; der Mond nimmt ab und der Körper bereitet sich auf die Menstruation vor.

 

Am Ende des entlassenen Atems steht die Leere des Neumondes und die körperliche Phase der Menstruation beginnt.

 

(Natürlich ist es so, daß der weibliche Zyklus nicht grundsätzlich bei jeder Frau in diesem Rhythmus im Verhältnis zu den Mondphasen verläuft, aber das ist ein Thema für einen anderen Beitrag).

 

Die Natur besteht aus Phasen, Rhythmen und Kreisläufen, die miteinander und untereinander verbunden sind. Und unser Körper ist ein Mikrokosmos, der als ein untrennbarer Teil innerhalb dieses Makrokosmos existiert.

 

Durch die bewusste Verbindung zu diesen natürlichen Phasen, Rhythmen und Kreisläufen der Natur stellen wir eine tiefere Verbindung mit unserem Körper und unserer eignen wahren Natur her. Wir können dadurch unsere Erfahrung von Ganzheit und von uns selbst als Teil eines größeren Ganzen auf wundervolle Art und Weise vertiefen und erweitern.

 

 

Artwork (c) by ellehell


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